Starkes Ehrenamt bei den FrauenFilmTagen Bielefeld

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Die FrauenFilmTage Bielefeld haben vom 4. bis zum 8. März 2026 gezeigt, wie lebendig, vielfältig und relevant das Kino von Frauen und Flinta*-Personen ist. Mit insgesamt 448 Besucher*innen konnten noch mehr Zuschauer*innen als im Vorjahr erreicht werden – ein gutes Zeichen für das wachsende Interesse und die große Resonanz in der Region.

Lebendig, vielfältig, relevant

An den vier Veranstaltungstagen, die im Filmhaus Bielefeld und im Murnausaal der VHS Bielefeld stattfanden, wurde ein intensives, abwechslungsreiches Programm mit 7 Lang- und 7 Kurzfilmen präsentiert. Besonders bereichernd waren die zahlreichen Gespräche und Begegnungen mit verschiedenen Gäst*innen. Regisseur*innen und Referent*innen gaben dem Publikum spannende Einblicke in ihre Arbeit und die Hintergründe der Filme und sorgten an jedem Abend für anregende Diskussionen.

Der Film „Fassaden“ eröffnete am 4. März die Frauen Film Tage Bielefeld und setzte den Ton für ein Programm, das gesellschaftlich relevante Themen sensibel erzählt und kraftvoll inszeniert. Der Dokumentarfilm, der in Anwesenheit von Regisseurin Alina Cyranek gezeigt wurde, behandelt häusliche Gewalt gegen Frauen und macht – eindringlich erzählt von Sandra Hüller – deutlich, wie sich Gewalt auf das gesamte Leben auswirkt.

Feministische Filmvermittlung

Der 2. Festival-Tag begann mit einer Schulvorstellung des Coming-of-Age-Films „Eighth Grade“ (2018) von Bo Burnham. Der folgende Flinta*-Kurzfilm-Abend bot jungen mutigen und experimentellen Stimmen eine Bühne. Die Filme „Empty“, „Transit“, „Wer?“ „Wurzeln und Triebe“, „Heimweh“, „Mädchenauge“ und „Dreizehn“ machten die Vielfalt filmischer Erzählweisen eindrucksvoll sichtbar.
Am 6. März eröffnete „My Stolen Planet“ das Programm mit einem sehr persönlichen Blick auf das Leben im Iran. Die iranische Regisseurin Sharifi entwirft aus Found Footage und eigenen Aufnahmen ein Erinnerungsgeflecht gegen das Vergessen und gibt einen intimen Einblick in das Leben im Iran – zwischen Repression, Widerstand und der Flucht ins Private. Im anschließenden Gespräch tauschten sich Soheila Valamer und die Bielefelder Singer-Songwriterin Mina Richman über die bedrückende Situation der Frauen im Iran aus.

Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld

In Kooperation mit dem Offkino Bielefeld wurde anschließend „Bird“ (2024) von Andrea Arnold gezeigt, der das Leben einer jungen Frau in einer prekären Soziallage erzählt.
Der 7. März stand im Zeichen von politischem Engagement und kollektiver Stärke: Im Murnausaal der VHS Bielefeld wurde „She Said“ (2022) von Maria Schrader gezeigt, der die Recherchen der Journalistinnen Megan Twohey und Jodi Kantor nachzeichnet, die den Ausgangspunkt der #MeToo-Bewegung bildeten. Musikalisch setzte der Bielefelder Chor Chorage mit einem Repertoire aus mehrsprachig arrangierten Liedern internationaler Frauenbewegungen ein hörbares Zeichen für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Sichtbarkeit. Den Abschluss bildete „Ein Tag ohne Frauen“ (2024) von Pamela Hogan, ein Dokumentarfilm über den historischen Frauenstreik 1975 in Island, der eindrucksvoll zeigt, welche zentrale Rolle Frauen für das Funktionieren der Gesellschaft spielen.
Die FrauenFilmTage Bielefeld endeten am Sonntag, dem 8. März, mit einer Matinee im Murnausaal der VHS Bielefeld. Gezeigt wurde „Ivie wie Ivie“ (2021) von Sarah Blaßkiewicz, ein humorvoller Film über Selbstfindung und Diversität. Beim anschließenden vegetarischen Buffet von Emilio und mit musikalischer Begleitung von Johanna Isserstedt und ihrem Bandprojekt fand das Festival einen stimmungsvollen Abschluss.

FrauenFilmTage Bielefeld – es geht weiter!

Die Rückmeldungen des Publikums waren durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden die Filmauswahl, die wertschätzende Atmosphäre sowie die sorgfältig vorbereiteten Moderationen.
Die FrauenFilmTage 2026 waren geprägt von inspirierenden Filmen, engagierten Gesprächen und einer offenen, neugierigen Atmosphäre. Die Organisatorinnen, Tanja Ackemann, Céline Aldag, Christiane Deppermann, Greta Engelbrecht, Kathrin Hartmann, Sybille Hilgert, Lilly Köpke, Leena Machielsen, Franzi Müller, Katinka Sasse, Claudia Schlutter, Anna Schmidt und Sarah Schnell danken allen Besucherinnen und Besuchern, Filmschaffenden und Mitwirkenden, die diese Tage zu etwas Besonderem gemacht haben – und freuen sich schon jetzt auf die FrauenFilmTage Bielefeld 2027.

Die FrauenFilmTage Bielefeld 2026 in Bildern

 

Das Filmhaus Bielefeld bedankt sich bei allen Mitwirkenden, Sponsoren und Förderern für die Unterstützung.

Lesen Sie mehr auf der Website der FrauenFilmTage Bielefeld.