Das Lichtwerk feierte im November 2015 sein 30jähriges Jubiläum. Statt gerührt in Tränen auszubrechen haben wir einmal tief in unserem Foto-Fundus gewühlt und sind auf Sehenswertes gestoßen. Wir haben auf unserer Flickr-Seite ein Album mit Erinnerungen aus dem Lichtwerk im Filmhaus an der August-Bebel-Straße und dem Lichtwerk im Ravensberger Park zusammengestellt. Viel Vergnügen beim Stöbern! (Kleiner Tip: Taschentuch parat halten!)

Und es gibt einen Jubel-Film! Die Filmhaus-Mitglieder Lisa Block und Hristiana Raykova von „pöapö Filmproduktion“ haben Freunde, Gäste, Mitarbeiter und andere mit dem Lichtwerk Verbundene vor der Kamera befragt. Entstanden ist ein spannender Einblick in die Rolle und Funktion des Lichtwerks in Bielefeld als Ort der Begegnung, der Kultur und natürlich des Films. Wir wünschen gute Unterhaltung bei „30 Jahre • 30 Stimmen • 30 Minuten“

Hier geht es zur Lichtwerk-Fotoschau

Am 25.2.2016 um 19 Uhr stellt Filmhaus-Mitglied Michael Ströter den Dokumentarfilm „Vier Danach“ im Filmhaus-Kino vor: Die Väter von Katharina, Marius und Malte starben an AIDS weil sie ein HIV-verseuchtes Präparate für Bluterkranke einnahmen. Die Filmemacherin Julia Geiß macht sich in diesem Dokumentarfilm auf die Suche nach den Vätern, die in aller Stille starben und erzählt an ihren Beispielen die Geschichte des sogenannten Bluterskandals.

In diesem Jahr feiert das Filmhaus-Kino „Lichtwerk“ ein doppeltes Jubiläum. Vor 30 Jahren eröffnete das Filmhaus an der August-Bebel-Straße ein Kino, das sich als notwendige Ergänzung zum Bielefelder Filmangebot verstand.

Das Lichtwerk wollte Filmgeschichte vermitteln und wichtige Dokumentarfilme zeigen. Regisseure und Genres wurden in umfangreichen Reihen vorgestellt. Innerhalb kurzer Zeit trauten sich die Kinomacher zur Programmerweiterung und so kamen bald auch Erstaufführungen auf die Leinwand. Gezeigt wurden Filme in den Formaten Super-8, 16- und 35mm. Wieder ein paar Jahre später kamen auch künstlererische Videos hinzu und die Medienkunst ergänzte das Angebot. Bis zu fünf Vorstellungen zeigten die Lichtwerker und die Kinderfilme wurden oft auch medienpädagogisch aufbereitet.

Die Lichtwergruppe plante bereits 2004 das Lichtwerk im Ravensberger Park: Matthias Goßmann, Ronald Herzog, Jürgen Hillmer.

Die Lichtwergruppe plante bereits 2004 das Lichtwerk im Ravensberger Park: Matthias Goßmann, Ronald Herzog, Jürgen Hillmer.

Als das „Lichtwerk“ sowohl in den technischen Möglichkeiten als auch ökonomisch an seine Grenzen gelangte, wurde eine intensive Suche nach räumlichen Alternativen angestrengt. Glückliche Umstände, kreatives Denken und politische Gespräche eröffneten 2003 erstmals die Möglichkeit einer qualitativen Verbesserung in mehgrfacher Hinsicht: mit dem Umbau der ehemaligen Tischlerei der Ravensberger Spinnerei zu einem Kinogebäude mit drei Sälen wagte das Filmhaus einen Schritt in eine ungewisse Zukunft.

Lichtwerk Baustelle 2005
Am 19. Januar 2006 eröffnete das „Lichtwerk im Ravensberger Park“ seine Pforten und eroberte die herzen der Filmliebhaber im Sturm.

Lichtwerk August 2007

Mit einem Empfang am 19.1.2016 hält das „Lichtwerk“ Rückschau auf seine erfolgreiche Kinogeschichte und möchte mit den „üblichen Verdächtigen“ aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Filmszene feiern.

Dass unser Filmprogramm ausgezeichnet ist, wissen wir spätestens seit der ersten Ehrung für ein hervorragendes Jahresfilmprogramm sowohl durch die Film- und Medienstiftung NRW als auch den Bundesinnen/-kulturminister. Seit Jahren wird das Lichtwerk für sein Programm von beiden Institutionen ausgezeichnet und prämiert. Noch wichtiger ist uns allerdings, dass unsere Filme auch beim Publikum Anklang finden, dass unser Programm die Phantasie anregt, provoziert und den Horizont erweitert.

Das Spektrum der BesucherInnen reicht vom Filmenthusiasten, der sich in allen Kinos die aktuellen Filme anschaut, über den speziell interessierten Kinogänger, der sich aus dem Lichtwerk-Programm seinen Film herauspickt, bis zum Stammgast, der sich gerade hier im Lichtwerk wohlfühlt. Mit der nötigen Gelassenheit betrachtet die Lichtwerk-Crew das mitunter hektische Auf und Ab der Filmbranche: Enthusiasmus, Wagemut und ein Näschen für neue Tendenzen und Talente zeichnen das Filmprogramm im Lichtwerk seit nunmehr fast 35 Jahren aus. Diese wilde und aufregende Mischung aus jungem europäischem Film und afrikanischem Kino, Dokumentarfilmen und Experimentellem, aus Kinderkino und Klassikern bildet die Grundlage für lebendige Filmkunst in Bielefelds bestem Kino: So lange es gute Filme gibt, werden sie auch im Lichtwerk zu sehen sein.

Die Lichtwerk Gründer von 1985 bei Jubiläum 1990

Die Lichtwerk Gründer von 1985 bei Jubiläum 1990 v.l.n.r. Jürgen Hillmer, Raimond Goebel, Udo Janzen, Richard Lutterbeck und Gunda Urban.

So sehen die Leute aus, die 1985 das Lichtwerk aus der Taufe hoben. Anlässlich des 5. Geburtstags im Jahre 1990 fanden sich die Gründer Jürgen Hillmer, Raimond Goebel, Udo Janzen, Richard Lutterbeck und Gunda Urban im Kino ein und sinnierten über das Erfolgsprojekt. Damals residierte das Lichtwerk noch an der August-Bebel-Straße.

Das Lichtwerkteam in den 90ern

Das Lichtwerkteam (Vorführung und Service) 1995

Im Jahr 2010 feiern wir das Jubiläum 25 Jahre Lichtwerk bereits in den neuen Räumlichkeiten im Ravensberger Park. Das Lichtwerk verfügt hier seit 2006 über drei Kinosäle und ein großes Foyer mit Loungebereich.  Das Lichtwerk im Ravensberger Park  knüpft an die Traditionslinien an, bietet allerdings unglaublich viele neue Perspektiven der Programmgestaltung. Zu unserem 30jährigen Jubiläum haben wir uns tief in unseren Fotofundus hineingewühlt und ein Album zusammengestellt, das den Werdegang unseres Lieblingskinos wiedergibt. Viel Vergnügen beim Stöbern in alten Erinnerungen! [Fotoalbum Lichtwerk]

 

Am 18.3.2015 um 18.00 Uhr stellt der Filmemacher Frank Lechtenberg seinen Dokumentarfilm „Black Canyon“ im Filmhaus-Kino vor. „Black Canyon – Faszination Vinyl“ zeigt Menschen, die von Vinyl fasziniert sind und die Zuschauer an ihrer Leidenschaft für ein klassisches Medium teilhaben lassen. Unter anderem geben sich Frank Goosen, Piet Blank und Bela B. als bekennende Schallplatten-Fans zu erkennen. Der Film ist eine Produktion der Hochschule OWL.

Ein schwarzer Canyon, Mikrometer tiefe Abhänge, ein Diamant und die emotionale Reise mit Hilfe filigraner Mechanik – das ist die Faszination Vinyl. Menschen, die mit dem Medium zu tun haben, leben ihre Passion. Das gilt für die Millionen „Schwarzhörer“ ebenso wie für die Architekten feinmechanischer Abtastmaschinen und die professionellen Ohren, die hochwertige Musikaufnahmen für das Medium LP aufbereiten. „Black Canyon – Faszination Vinyl“ trifft diese Menschen und nimmt Teil an ihrer Leidenschaft für ein Medium, das lange Zeit totgesagt war.
Eine Million Vinylschallplatten wurden im Jahr 2012 alleine in Deutschland verkauft, das ist ein Plus von knapp 40% im Vergleich zum Vorjahr. 19 Millionen Euro geben die Deutschen für die schwarze Scheibe mit Rille pro Jahr aus. Das ist der höchste Stand seit 1997. Und auch die Zahlen für 2013 weisen weiter nach oben. Trotzdem ist die Vinyl-LP mit Blick auf den gesamten Musikmarkt (103,7 Millionen verkaufte physische Tonträger 2012)* ein Nischenprodukt. Ein Nischenprodukt, das aber jede Menge treue Liebhaber hat. Die Auswahl an hochwertigen Plattenspielern ist heute viel größer als zu den Hochzeiten der LP. Wer sind die Menschen, die sich bewußt für das Hören einer LP entscheiden, obwohl ein Download schneller gestartet ist und eine CD bei der Abtastung keinen mechanischen Verschleiß erlebt?
Die gut 45-minütige Dokumentation trifft Musikhörer, Plattenspielerentwickler, Toningenieure und Musiker und erzählt ihre individuelle Geschichte mit dem Medium Vinyl. [mehr…]

Am Samstag, dem 19.7., zeigt das Offkino in Kooperation mit der Straffälligenhilfe „Kreis 74“ den Dokumentarfilm „Von der Beraubung der Zeit“. Der Film erzählt die Geschichte von Menschen, die in einer für uns meist unsichtbaren Parallelwelt leben – dem Gefängnis. Sie sind dort, um ihre Schuld zu zahlen. Die Währung für das Abgelten ihrer Taten ist ihre Lebenszeit. Wenn Helmut, Samuel und Kenny in unsere Welt schauen, zertrennt seit vielen Jahren ein Gitter ihren Blick. Aus dem Inneren des Gefängnisses lassen sie uns in Gesprächen an ihren Hoffnungen, Begierden und Ängsten teilhaben. In Haft haben sie im Schreiben einen Weg gefunden, Bilder ihrer Lebensrealität hinter hohen Mauern zu zeichnen. Es sind Geschichten von einem Leben, völlig aus der Zeit gefallen.
Die Regisseure Daniel Poštrak und Jörn Neumann sind anwesend und stehen für eine Diskussion zur Verfügung.

Das Filmhaus lädt ein zum „1. Bielefelder Drehbuch Slam“. Dein Drehbuch, deine Bühne, deine Performance. Zeig uns, was in deinem Drehbuch steckt!
Ähnlich wie beim Poetry Slam hast du sieben Minuten Zeit, um eine Jury und das Publikum von deinem Drehbuch zu überzeugen. Ob getanzt, einfach vorgelesen oder spannend inszeniert – zeig den Zuschauern, warum ausgerechnet Dein Drehbuch das Beste ist. Es lohnt sich, denn das Gewinner-Drehbuch wird mit Unterstützung des Filmhauses realisiert. Wer nicht allein oder selber sprechen möchte, kann dies auch im Team tun oder einen Vertreter benennen.

Das Filmhaus Bielefeld sucht spannende Drehbuchentwürfe für Kurzfilme bis 10min Länge. Es muss kein fertig formatiertes Drehbuch sein, es sollte aber schon erkennbar sein, dass hier Bilder, Szenen und Dialoge in einem abgeschlossenen Rahmen entworfen wurden. Teilnehmende versichern, dass sie selbst die Rechte daran haben! Anmeldungen bis zum 25. Mai 2014 an das Filmhaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 94, 33602 Bielefeld, Stichwort „Drehbuch Slam“.
Drehbuch Slam am Dienstag, 3. Juni 2014, um 19 Uhr im Filmhaus-Kino.

 

Wir laden ein zum „1. Bielefelder Drehbuch Slam“, am Dienstag, 3.Juni um 19 Uhr in das Filmhaus-Kino an der August-Bebel-Str. 94. Eintritt frei!
11 TeilnehmerInnen haben sich angemeldet, das Publikum entscheidet! Hier der Clip zum Slam

 

Der 1. Bielefelder Drehbuch Slam war ein voller Erfolg. Das Filmhaus-Kino platzte schier aus den Nähten, das Publikum fühlte sich bestens unterhalten und Moderator Sven Stickling sprühte vor Engagement. Die Slam-Teilnehmer lieferten eine ansprechende Performance, so dass die Abstimmung echt spannend wurde. Und das sind die Sieger beim 1. Bielefelder Drehbuch Slam: 3. Platz Hristiana Raykova, 2. Platz Johann Siebold, 1. Platz Henning Worm. Neben Urkunden erhielt der Hauptpreisträger die Skulptur „Am Set“ von Henning Poltrock. Mehr Fotos von der Veranstaltung [hier…]

 

Unsere Kinos sind ausgezeichnet. Das findet auch die Bundesregierung, bzw. der Beauftragte für Kultur & Medien. Diese Empfindung ist mit einer Geldprämie verbunden – eine Wertschätzung, die unser Herz und unseren Geldbeutel freut. Für das Jahresfilmprogramm 2012 wurde das „Lichtwerk“ mit insgesamt 10.000 Euro ausgezeichnet, die „Kamera“ erhält 5.000 Euro. Glückwunsch auch ans „Bambi“ in Gütersloh, das ebenfalls ausgezeichnet wurde!